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Autogas Umbau Mazda 626, 2.2i
Lang' ist's her, daß ich meinen Mazda gebraucht gekauft habe.
Da der Mazda jetzt seinen siebzehnten "Geburtstag" feiert,
wollte ich mir ein neues Auto zulegen.
Allerdings war ich mal in der Schweiz und da bin ich einem Betrüger begegnet -
es war übrigens kein Internetbetrüger - sondern ein ganz gewöhnlicher
Schweizer
... und so ist dieser Traum für die nächsten Jahre geplatzt.
Welches Auto würde ich also hypothetisch kaufen? Sicher eines mit einem
geringen Verbrauch, aber kaum einen Kleinwagen, denn ich fahre viel.
Des öfteren transportieren wir auch grössere Sachen.
Meine Familie braucht auch Platz, also kommt nur ein Mittelklassewagen
in Frage.
Tja, und dann stolperte ich irgendwann über
http://www.spritmonitor.de
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und plötzlich war ich mir nicht mehr sicher, ob ich den
guten alten Mazda wegtun sollte! Eigentlich ist es ein super
Auto, das man mit recht wenig Normalbenzin fahren kann und das dennoch 200 km/h
auf die Strasse legen kann.
Die Ingenieure bei Mitsubishi damals hatten noch die Erdölkrise Ende der siebziger Jahre im Kopf.
Also habe ich aus der Not eine Tugend gemacht und habe beschlossen, das Auto
auf Vordermann zu bringen:
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LED-Tagfahrlicht, da ich viel in Tschechien, Österreich und in Italien unterwegs bin
- Einsparung 0,2 - 0,3 Liter/100km.
Übrigens hebt sich der graue Mazda von der grauen Strasse schlecht ab!
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Kühlergrill wird in der kalten Jahreszeit verschlossen. (Verbrauchsreduktion aber nicht sichtbar)
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Die alte Motorsteuerung steuert die Injektoren im Bankmode an.
Ein Upgrade auf eine vollsequentielle Motorsteuerung mit
der Möglichkeit zum individuellen Zylinderabgleich (ICF) muss her.
Hat sich als gute Investition erwiesen, da die nachträglich eingebaute
Gaseinspritzung ziemlich grosse Toleranzen aufweist: die Düsen werden mit gutem Augenmass, :-)
da wo Platz ist - angebracht und mit einem Schlauch vom Injektorenrail gespiesen.
Das Resultat ist, dass jede Düse ein wenig anders zischt. Eine weitere Ursache dass
bestimmte Zylinder "zu fett" und andere "zu mager" laufen, ist die Motorkonstruktion selbst:
Die Ansaug- und Auspuffkanäle sind verschieden lang, zusammen mit winzigen Unterschieden
der Ventilsteuerung ergeben sich unterschiedliche Strömungsverhältnisse, und somit unterschiedliche
Zylinderfüllgrade.
Bei meinem Motor und LPG 25% Unterschied(!), bei Benzin 6% Unterschied in der Treibstoffverteilung.
Mit ICF wird jeder Zylinder individuell auf den optimalen
Lambdawert
eingeregelt.
-> Schadstoffreduktion, ruhigerer Motorlauf und ein sparsamerer Betrieb.
Im Bild: der Gas-Injektoren-Rail (Bigas)
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Ein Display mit Verbrauchsanzeige und anderen Motorkenndaten in Echtzeit.
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Vielleicht würde eine neue elektronische Zündanlage auch etwas bringen?
In der dritten Version habe ich eine Entladungszündanlage gebaut. Jedem Zylinder eine
eigene Zündspule, welche über Leistungs-MOSFETs mit 360 Volt mehrfach gepulst wird. D.h. mehrere,
starke Zündfunken anstelle eines schwachen Funkens.
-> ruhigerer Lauf und besseres Drehmoment gerade bei niedrigen Drehzahlen.
Man kann jetzt bequem mit 1500 Umdrehungen im vierten, fünften Gang Paßstrassen hinauf fahren!
(Andere müssen öfters rauf und runter schalten und brauchen mehr Sprit)
Und, da Propan im Vergleich zu Benzin deutlich mehr Zündspannung und -energie braucht,
fast ein Muss für LPG-Fahrer.
Im Bild: die vier Zündspulen, oben rechts das Steuergerät.
Iridium-Zündkerzen sind leider recht teuer, aber sie halten auch mit LPG 100'000km.
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Active jet control müsste, wenn man diesem
Spiegel-Artikel
glauben darf, ein kleines Wunder sein.
Nun - vermutlich wollen sie den "Coanda-Effekt" nutzen... wollen aber nicht zugeben, dass
ihre "Erfindung" schon bald 100 Jahre bekannt ist...
Eine andere einfachere Methode, die jedermann für wenig Geld bauen kann, ist hier beschrieben:
Research on Aerodynamic Drag Reduction by Vortex Generators.
Die theoretische Treibstoffeinsparung von 1-2% ist nicht sichtbar...
allerdings glaube ich etwas weniger niederfrequenten Lärm auf der Autobahn zu hören.
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Bis zum Kat doppelt geführtes Hosenrohr (Flammrohr) reduziert eine Schwachstelle bei ca. 2700 rpm.
Die Ventilöffnungszeiten überschneiden sich: die Auslassdruckwelle des einen Zylinders wandert in
den Vorgängerzylinder -> der Zylinderdruck steigt an, Vibrationen und schlechter Wirkungsgrad.
Gut sichtbar auch die beiden beheizten Lambdasonden, die jeweils für Zylinder 1&4,
resp. Zylinder 2&3 zuständig sind.
Der individuelle Zylinderabgleich ist so deutlich genauer als mit nur einer Lambdasonde möglich.
Juli/August 2008
Der Motor hat weitere 80000 Kilometer abgespult, der Bordcomputer hat 120 Millionen Umdrehungen
gezählt.
TÜV/Abgastest: Die Gasanlage kommt nur "haarscharf" durch. Schlechte Werte.
Motor dreht unruhig. Standgas sehr schlecht.
Einen Monat später: ein Gas-Injektor hat Totalausfall. Die übrigen sind sehr abgenützt:
die Rückholfedern und der Ventilkörper im Innern scheuern konstruktionsbedingt Metall-auf-Metall.
Der Ventilgummi ist auch in einem schlechten (abgenützten) Zustand...
Der Injektoren-Rail wird revidiert: neues Ventilinnenleben wird vergebaut.
Ab jetzt werde ich dem Autogas bei Tanken einen "Sprutz" Feinmechaniköl beifügen. Mal sehen, wie lange
die Injektoren leben werden.
Die ersten paar Kilometer sind sehr ermutigend: der Druckregler, in dem auch Metall-auf-Metall
scheuert, regelt viel besser. Die Drucksprünge, die für einen Teil des unrunden Laufs verantwortlich waren,
sind verschwunden.
Die revidierten Injektoren und ein erneuter ICF-Abgleich bewirken Wunder: der Motor läuft wieder genauso ruhig
wie mit Benzin, kein Stottern und Verschlucken mehr.
Mit der ersten Gasfüllung fahre ich rekordverdächtig weit...
So, jetzt kann es in den Urlaub gehen!
WBO - wide band oxygen sensor - Breitbandlambdasonde
Im Gegensatz zur konventionellen Lambdasonde, die "nur" das stöchiometrische Verhälniss genau ermitteln
kann, kann die Breitbandsonde alle Gemischverhältnisse - also von "fett" bis "mager" ermitteln.
Leider braucht man auch eine ordentliche Menge Elektronik zur Ansteuerung dieser Lambdasonde.
Ein Atmel-Prozessor ist für die Regelung und Ansteuerung der WBO-Sonde zuständig.
Für den Rest siehe Google.
Schaltpläne, Layouts etc. der gezeigten Elektronik auf Anfrage bei: eheimann AT pe-fittinge.de
Einmal habe ich versucht, den Motor mager laufen zu lassen... war im Prinzip o.k. - aber der Schadstoffaustoss (NOx)
wäre zu einem Problem geworden. ABER: mit einer guten Abgasrückführung erreicht man denselben Effekt, jedoch ohne Stickoxide.
Mit der Breitbandlambdasonde kann man die dem Motor zugeführte Luft messen und über den Sauerstoffgehalt die
Abgasrückführung auf das Optimum einregeln. Damit erreicht man sowas wie Euro 5 oder 6.
Praxis: ab August 2009 habe ich den ersten Prototyp der elektronischen Abgasrückführung in mein
Monster-Auto (3 Liter Hubraum) eingebaut. Resultat: 3/4 Liter Spriteinsparung auf 100 Kilometer!